28.06.2020

Alles hat seine Zeit

Im Sitzungszimmer hier im Pastorat in Dänischenhagen hängt ein Bild des Fotografen Jean Guichard. Jean Guichard ist für seine Fotos historischer Leuchttürme an der bretonischen Küste bekannt geworden. Am 21. Dezember 1989 ließ Jean Guichard sich mit einem Hubschrauber an das äußerste Ende der Bretagne fliegen, um den Leuchtturm La Jument aufzunehmen, der auf einem Felsen etwa 20 Kilometer vor der Küste der Bretagne steht und seit 1911 Wind und Wetter trotz. Unfassbare Naturgewalten werden in diese Region entfesselt. Bricht sich die sturmgepeitschte See an dem winzigen Felsen, erreichen die sich auftürmenden Wassermassen nicht selten die Höhe des Leuchtturms – immerhin 47(!) Meter. An diesem Tag herrschte Windstärke 10, und es waren spektakuläre Aufnahmen zu erwarten. Und tatsächlich gelangen den Fotografen wundervolle Bilder. Erst als sie entwickelt waren, entdeckte Guichard den Leuchtturmwärter von La Jument, wie er eben aus der Tür tritt, während sich hinter ihm eine Riesenwelle aufgebaut hatte, die er, in der Tür stehend, gar nicht sehen konnte. Was war aus ihm geworden? Hatte er die Welle überlebt? Schnell stellte sich heraus, dass Théodore Malgorne im letzten Moment die Tür schließen und dem Unheil entgehen konnte. Hätte er nur eine Sekunde gezögert, er wäre ins Meer gerissen worden und umgekommen.

Für mich ist dieses Bild mit seiner dramatischen Geschichte eine vielleicht etwas ungewöhnliche Erinnerung daran, dass alles seine Zeit hat, wie es in der Bibel heißt. Will sagen, dass auch wir nicht „alle Zeit der Welt“ haben, sondern nur die uns zur Verfügung stehenden Jahre, von denen wir nicht wissen, wie viele es sind. Je älter ich werde, desto deutlicher wird mir, dass ich nun nicht mehr alles das schaffen werde, was ich mir vorgenommen oder was ich mir gewünscht habe. Umso wichtiger ist es, Prioritäten zu setzen, Entscheidungen zu treffen. Was will ich noch? Was brauche ich nicht mehr? Wofür will ich mich noch einsetzen? Wofür kann und will ich dankbar sein? Und worauf kann und will ich auf keinen Fall verzichten? Alles hat seine Zeit. Wann, wenn nicht jetzt? Und wer, wenn nicht ich?

Während der Kirchengemeinderrat tagt, sitze ich meistens so, dass ich das Bild des Leuchtturms mit der Riesenwelle gut sehen kann. Je nach Thema und Tagesverfassung fühle ich mich manchmal dem Leuchtturmwärter nahe – unwissend und mit kleiner Kraft mitten in einem Meer aus zerstörerischen Wassermassen. Wenn es dann „hoch hergeht“, ist es wichtig, sich nicht mitreißen zu lassen, sondern nur einen Schritt zurück zu tun, die Tür zu schließen und das Chaos auszusperren. Nicht selten nämlich tobt der Sturm in(!) mir. Dann halte ich mich an das Bild von dem Turm. Standfest und unerschütterlich seit über hundert Jahren strahlt er Ruhe aus, schützt seine Bewohner und weist denen da draußen auf dem Meer den Weg vorbei an Felsen und Sandbänken in den sicheren Hafen. In diesen Momenten wird mir der Turm zu einem Bild von Gott, der mich einhüllt und beschützt, wie gewaltig der Sturm auch sei. Dazu fallen mir Worte eines Liedes von Martin Pepper ein, der von Gott sagt: „Du bist ein starker Turm, du bist das Auge im Sturm. Du sprichst zum aufgewühlten Meer meiner Seele in mir, Herr, Friede mit Dir, Friede mit Dir!“ 

Alles hat seine Zeit, wie der Prediger Salomo sagt: „Schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.“ (Prd. 3,7f.) Den richtigen Augenblick zu erkennen und zu entscheiden, was jetzt zu tun, zu sagen, zu lassen ist – das wünsche dir und mir. Dazu die Erfahrung, dass der Sturm der Gedanken und Gefühle sich legt, und wir bei Gott zur Ruhe kommen und Frieden finden können. Der Leuchtturm La Jument wurde übrigens 1991 automatisiert und sein Leuchtturmwärter Théodore Malgorne aufs Festland versetzt. Durch das spektakuläre Bild mit der Riesenwelle im Hintergrund erinnern wir uns bis heute an ihn und an die eine Sekunde, die ihn von der Katastrophe trennte, und vor der ihn der eine Schritt zur rechten Zeit zurück in den Turm bewahrte.

Peter Kanehls


21.06.2020

Wie schön dass du geboren bist

Rolf Zuckowski, altgedienter Liedermacher, geschätzt von jung und alt, hat 1981 ein Geburtstagsgratulationslied geschrieben, das wir wohl alle kennen oder wenigstens irgendwo schon Mal gehört haben: „Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n, denn du strahlst ja selber wie der Sonnenschein.“ Kein Kindergeburtstag, an dem dies nicht gesungen wird. Mir gefällt besonders der Refrain: „Wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst“. Augenzwinkernd wird hier ein Paradox ausgesprochen, denn kann man jemanden vermissen, der gar nicht geboren ist? Wohl kaum. Wer nicht zur Welt gekommen ist, den gibt es nicht. Das aber können wir voneinander nicht wirklich denken. Der tiefere Sinn dieser Gratulation liegt in der Tatsache, dass wir auf der Welt sind. Niemand kann das rückgängig machen. Wie es aussieht, soll es wohl so sein, dass wir da sind. Mehr noch: Wie es scheint, war jemandem daran gelegen, dass wir zur Welt gekommen sind. Mit Worten eines anderen Liedes: „Nicht durch Zufall steh ich da, Gott hat mich gemacht.“ Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass keiner von uns aus Versehen hier ist, dass jedes Leben etwas zu bedeuten hat, und dass wir auf niemanden verzichten könnten. Wäre ja auch schlimm! Wer wollte so etwas entscheiden? Jeder von uns, jede von uns ist ein einzigartiges, unverwechselbares und wunderbar geschaffenes Menschenkind, von Gott gewollt, von Gott geliebt.

Wir erfahren diese Liebe zumeist durch andere Menschen. Keiner würde auf die Idee kommen, ein Geburtstagsgratulationslied für sich alleine zu singen. Es sind Familienmitglieder, Freunde, Kollegen, die dem Geburtstagskind ihre Aufmerksamkeit, ihre Wertschätzung und ihre Sympathie schenken. Will sagen: Wir mögen dich, wir brauchen dich, wir freuen uns über dich und mit dir.

Es gibt wohl niemanden, den das kalt lässt. Diese Liebe hilft uns, auch in Regen, Sturm und Schnee zu bestehen, das sind Bilder für die mancherlei Schwierigkeiten im Leben. Oder wie es in einem neueren Lied heißt: „Deine Liebe trägt mich, festigt und erhebt mich, sie ist wie ein Felsen, auf dem ich sicher steh“.  Das berührt und bewegt uns und macht uns froh und glücklich. Man sieht es uns an, denn wir strahlen es aus.  

Ich möchte Dich und alle, die in ihrem Alltag bedrückt und bekümmert, oder durch die Corona-Krise seit ein paar Wochen ihres Lebens nicht mehr recht froh sind, - ich möchte Dich einladen, Dir vorzustellen, dass Gott Dich ansieht und für Dich dieses Geburtstagsgratulationslied von Rolf Zuckowski singt. Ungewöhnlich, ich weiß. Aber einen Versuch ist es Wert. Und so hört sich das dann an: „Wie schön, dass Du geboren bist, ich hätte dich sonst sehr vermisst.“ Ich glaube fest daran, dass Gott sich über Dich freut und Dir seine Sympathie schenkt, das ist sein Mitleiden an deinem Scheitern, und sein Mitfreuen an deinem Gelingen. Und dass Er es sich nicht nehmen lässt, Dich zu begleiten heute und Morgen und an jedem neuen Tag, ganz gleich, welches Wetter herrscht und wie es um Dein Herz bestellt ist. Er hätte im Leben nicht auf Dich verzichten wollen.

Peter Kanehls


14.06.2020

Gottes Ansichtskarten

Im Gespräch mit kritischen Zeitgenossen höre ich gelegentlich, dass Glaube, wie ihn die christlichen Kirchen vertreten, heutzutage unmodern oder allenfalls noch etwas für Kinder und alte Leute sei. Mal abgesehen von dem Werturteil über Kinder und alte Leute - wie steht es damit bei Dir? Ich denke, es gibt in unserm Alltag mehr Glauben, als uns bewusst ist. Was ich meine: Du beißt beherzt in das Brötchen, das Du heute Morgen am Brottresen bekommen hast – woher weißt Du, dass es nicht vergiftet ist? Zuvor hast Du Dich mit Elan an den Frühstückstisch gesetzt – woher weißt Du, dass der Stuhl Dich trägt? Und beim Blick aus dem Fenster wächst in Dir die Vorfreude, denn heute wird das Wetter gut werden. Sicher? Für das Wetter gibt es Kriterien, für den Stuhl kannst Du auf Deine Erfahrungen zurückgreifen, und für das Brötchen – nun, da musst Du einfach vertrauen. Mit dem Glauben ist es nichts anderes: Kriterien, Erfahrungen, Vertrauen benennen recht gut die Bedingungen christlichen Glaubens. Was aber sagst Du dazu: „Einen ganzen Tag lang im Sommer warteten fünfzig Urlauber eines Busses aus Flensburg am Großglockner“, dem höchsten Berg Österreichs, „um diesen zu sehen. Sie sahen indessen nur Nebel und Wolken und graues Geröll und ein wenig Schnee. So sehr sie auch schauten mit Augen und Gläsern, es war nichts zu sehen. Jedoch zu zweifeln an diesem Berg, an seinem realen Vorhandensein, sah keiner sich abends genötigt, als sie den Bus dann bestiegen. Selbst Herr Koch, der ansonsten nur glaubt, was er sieht (mit eigenen Augen), sonst nichts, hatte fünf Ansichtskarten des großen Glockners in Farben gekauft und schrieb hinten drauf von unvergesslichen Eindrücken. Und hatte selber gar nichts gesehen als Nebel.“ Diese Anekdote von Lothar Zenetti will sich keinesfalls über Bergtouristen lustig machen. Ist es nicht so, dass wir, was Glauben angeht, nicht selten wie diese Bergurlauber sind? Nur, dass wir- anders als sie – weil wir Gott nicht sehen können, kurzerhand an seinem realen Vorhandensein zweifeln, und Glauben mit Nichtwissen verwechseln? Nun gibt es aber doch diese faszinierenden „Ansichtskarten“. Das sind die Eindrücke, die andere vor uns bekommen haben; die Erfahrungen, von denen sie zu erzählen wissen; die Begegnungen, die sie berührt haben und durch die sie bewegt worden sind, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und Christen zu werden. Glauben bedeutet nicht nur, im Nebel zu stochern, sondern sich diese „Ansichtskarten“ Gottes anzuschauen. Glauben heißt, sich mit ihnen vertraut zu machen, um den kennen zu lernen, von dem wir momentan außer ein wenig Wolken und Geröll nicht viel zu sehen bekommen. Wir können wissen, wer Gott ist. Und wie Glauben geht, können wir wissen. Das Geheimnis liegt im Vertrauen auf die Erfahrungen, die andere vor uns gemacht haben. So gesehen ist die Bibel wie eine ganze Sammlung von „Ansichtskarten“, die uns einen Eindruck davon vermitteln, wie es ohne Nebel um uns, um unsere Welt und um Gott bestellt ist. Das Wagnis des Glaubens liegt darin, sich einzulassen, die Worte, Bilder und Ereignisse der Bibel im eigenen Herzen zu bewegen, sie ernst zu nehmen und auf sie zu hören als auf den, der dahinter verborgen durch sie zu uns redet. Wenn es gut geht, wird Herr Koch (der aus der Anekdote) zum Großglockner zurückkehren und bei gutem Wetter irgendwann einen Blick auf ihn werfen können. Die Ansichtskarten schenken ihm in der Zwischenzeit die Gewissheit, dass da nicht Nichts ist – und hat er es nicht auch irgendwie gespürt? Geht es uns anders? Warum folgen wir nicht unserer Sehnsucht, vertrauen den Worten und Bildern der Bibel als einer Ansicht von Gott, und vertrauen ihm, auch wenn der Himmel über uns momentan Wolken verhangen ist. Petrus beschreibt das in seinem ersten Rundbrief an die jungen Gemeinden damals so: Ihn, Jesus Christus, habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher Freude. (1. Petr 1,8) Ich bin mir sicher: Unser Glauben läuft nicht ins Leere.

Lass Dich sich nicht von zuviel Nebel irritieren, sondern bleib aufmerksam für die „Ansichtskarten“ Gottes!

Peter Kanehls


07.06.2020

Drei Brüder in der Krise

Corona verändert uns. Manche Menschen sind übervorsichtig geworden in letzter Zeit und bleiben auf Abstand. Andere entdecken ihre renitente Ader und werden, je länger die Krise dauert, umso ungehaltener. Es begann mit dem Toilettenpapier. Die Regale in den Geschäften waren wie leergefegt. Auch Frischhefe war lange nicht zu bekommen und ist noch jetzt mitunter Mangelware. Betroffen hat mich die Preisentwicklung beim, Mund-Nase-Behehelfsschutz gemacht, die sogenannten „Masken“. Während sie früher für ein paar Cent zu bekommen waren, verlangen dubiose Händler mittlerweile astronomische Preise. Das finde ich unanständig. Neulich im Supermarkt huschte eine Frau an mir vorbei, sah mich kurz an – ich hatte den Eindruck, wir kennen uns – nickte kaum merklich und hastete weiter. Ich wollte zurücklächeln, jedoch was soll ein Lächeln unter der „Maske“? Mag ja sein, es wird immer noch gelächelt, aber man muss schon sehr genau hinsehen, wenn man das Lächeln an der Augen erkennen will. Insgesamt ist das Einkaufen aber eine ziemlich ernst Sache geworden.

Corona verändert uns. Wir achten stärker auf das, was wir unbedingt brauchen, und machen uns bewusst, was wir loslassen und worauf wir verzichten können. Mir ist in diesen letzten Wochen auch deutlich geworden, dass wir in der Krise einander brauchen. Keiner wird sie für sich allein überwinden. Das ist leicht gesagt, aber schwer getan, und liegt womöglich daran, dass wir womöglich Angst haben, als Verlierer zurück zu bleiben, oder irgendwie leer auszugehen. Eine Legende erzählt von einem Vater und seinen drei Söhnen. Der Vater stirbt und hinterlässt 17 Kamele und ein Testament, in dem er die Aufteilung der Kamele unter die Kinder genau festgelegt hat. Der älteste Sohn soll die Hälfte bekommen, der zweite Sohn ein Drittel und der jüngste ein Neuntel. 17 Kamele, die Hälfte geht nicht, ein Drittel geht nicht, ein Neuntel geht nicht. Die Zahl 17 lässt sich weder durch zwei noch durch drei noch durch neun teilen. Darum geraten die Söhne nach dem Tod des Vaters in einen heftigen Streit. Schließlich kommt ein Fremder geritten. Er hört den schwierigen Fall an und stellt nach einigem Überlegen sein eigenes Kamel dazu. Nun sind es 18 Kamele, und die Aufgabe lässt sich lösen. Der älteste bekommt die Hälfte, also neun Kamele, der zweite ein Drittel, also sechs Kamele, und der dritte Sohn erhält ein Neuntel, also zwei Kamele. Nachdem die Kamele so aufgeteilt sind, machen sie alle eine wunderbare Entdeckung: neun und sechs und zwei sind zusammen 17 Kamele. Das vom Fremden dazu gestellte Kamel bleibt für ihn übrig. So hat sich der Fremde mit seinem Gut eingebracht, die Schwierigkeit damit gelöst und sein Kamel doch behalten. Verblüffend, oder? Mag sein, dass das mathematisch nicht ganz sauber gerechnet ist und ist doch eine schöne Geschichte, denn sie beschreibt den Königweg der christlichen Nächstenliebe. Wir Christen sind zutiefst davon überzeugt, dass der himmlische Vater die Seinen nicht im Stich lässt. Er sorgt für sie und segnet sie. Nicht immer so, wie wir uns das wünschen, aber doch immer so, wie es am Ende gut für uns ist. Darum wird, wer sich engagiert – es sei, um einen Streit zu schlichten, oder um den Sprachlosen eine Stimme zu geben, um die Traurigen zu trösten, oder die Verzagten zu ermutigen – darum wird, wer sich für eine bessere Welt und ein menschenwürdiges Leben einsetzt, nicht leer ausgehen. Mag sein, das ist nicht leicht getan, und neue Konflikte sind vorprogrammiert. Wer sich aber engagiert, wird – wie der Fremde und die drei streitenden jungen Männer – die wunderbare Entdeckung machen, dass er nicht ärmer wird, sondern reicher. Jesus sagt in der Bergpredigt bei Matthäus: „ Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Mt 7,12) Mag uns dies den Weg durch die Krise weisen und uns helfen, sie zu überwinden.

Peter Kanehls


31.05.2020

Ist da jemand?

Anfang Mai hätten wir in unserer Kirche Taufe und Konfirmation feiern wollen. 29 Mädchen und Jungen fieberten dem großen Fest entgegen, das nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste. Ich finde das noch immer irritierend, und es betrübt und schmerzt mich, die Jugendlichen und ihre Familien so im Ungewissen zu lassen. Schon im Frühjahr hatten wir uns auf die Vorstellung der Konfirmanden gefreut. Sie sollte in einem fröhlichen, kreativen Gottesdienst Ende März stattfinden. Die Vorbereitung dazu hat mich bewegt. Jugendliche Mitarbeiter hatten vorgeschlagen, die Frage nach Gott in die Beschäftigung mit einem Song von Adel Tawil zu kleiden. „Ist da jemand?“, fragt Adel Tawil. „Wenn der Himmel ohne Farben ist, schaust du nach oben und manchmal fragst du dich: Ist da jemand, der mein Herz versteht?“ Es ist nicht ganz klar, ob er nach Gott fragt, oder nach einem Menschen der ihn vorbehaltlos annimmt, ihm beisteht und auch in Schwierigkeiten bei ihm bleibt, nach einer Beziehung, die trägt und durch nichts zu erschüttern ist. Mit Beziehungen zu anderen Menschen haben wir so unsere Erfahrungen. Niemand kann auf Dauer für sich allein leben. So sind wir gemacht – schon ganz am Anfang der Bibel heißt es: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.“ (Gen 2,18) Hierin spiegelt sich etwas vom biblischen Menschenbild wider, das davon ausgeht, dass niemand vollkommen, sondern in jedem Falle ergänzungsbedürftig ist. Erst zu Zweit sind wir ganz, läuft die Sache rund, macht das Leben Spaß, finden wir Erfüllung.

Das fühlt sich gut an, wenn die Sonne scheint und unser Alltag gelingt. Doch wenn es in der Beziehung knirscht? Die Viruskrise allerdings stellt alle unsere Beziehungsprobleme in den Schatten und verändert unser Lebensgefühl radikal. Einerseits rücken wir in Solidarität zusammen, andererseits – wenn schon alles in Frage steht, beginnt auch die Suche nach dem, was unser Leben trägt, ihm Sinn und Ziel gibt. „Ist da jemand?“ – oder sind wir – auch zu Zweit – auf uns allein gestellt? Ist die Welt leer, oder gibt es eine Absicht hinter den Dingen? Für mich hält die Bibel Antworten bereit, Antworten die man sich selbst nicht geben kann. Sie erzählt davon, wie Gott zur Welt kommt, unbeeindruckt davon, ob Menschen nach ihm fragen, oder nicht. Sie spricht davon, wie Gott uns entgegenkommt, sich zu erkennen gibt, sich uns vorstellt, uns zur Erfahrung wird. Als Mose den brennenden Dornbusch entdeckt, begegnet er dem lebendigen Gott, und als er ihn nach seinem Namen fragt, erhält er zur Antwort: Ich bin der Ich-bin-da (Ex 3,14). Ein Gott, der da ist, der mitgeht, der acht gibt, der voller Hingabe und Leidenschaft für uns alles daran setzt, mit uns zusammen zu sein – so stellt er sich vor. Und später dann setzt er noch eins drauf: In Jesus Christus nämlich zeigt er uns sein unverwechselbares Gesicht und lässt uns erfahren, was ihm am Herzen liegt. Ich glaube, dass er uns vorbehaltlos annimmt, uns beisteht, uns durchträgt und durch nichts zu erschüttern ist.  Mit Worten von Adel Tawil: „Da ist jemand, der dein Herz versteht - und der mit dir bis ans Ende geht - wenn du selber nicht mehr an dich glaubst - dann ist da jemand, der dir den Schatten von der Seele nimmt - und dich sicher nach Hause bringt - immer wenn du es am meisten brauchst - dann ist da jemand!“ Oder um es mit Paulus zu sagen: „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.“ (Apg 17,27f.)

Dies sei nun nicht nur unseren Konfirmanden gesagt, sondern allen, ganz gleich, ob ihnen heute die Sonne scheint, oder der Himmel für sie momentan ohne Farben ist. Ich wünsche uns ermutigende Begegnungen mit ergänzungsbedürftigen Menschen – nicht selten sind wir es selbst, dazu die Erfahrung der schützenden und helfenden Nähe Gottes – ein frohes und gesegnetes Pfingstfest.

Peter Kanehls


24.05.2020

Gedanken des Friedens

Heute will ich mit einem Bibelwort beginnen. Es kommt aus dem ersten Teil der Bibel, dem Alten Testament. Bei Jeremia lesen wir: „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch Zukunft und Hoffnung gebe.“ (Jer 29,11) Klingt nach Ermutigung, und das soll es auch sein. Die Lage des jüdischen Volkes damals konnte schlimmer nicht sein: Allenthalben Krise, Krankheit, Katastrophe. Der König Nebukadnezar hatte Israel mit militärischer Gewalt besetzt, Jerusalem belagert und erobert, die Oberschicht nach Babylon deportiert, und sich daran gemacht, das Land auszuplündern. Besetzt, unterdrückt, tributpflichtig – rechtlos, elend, ungewiss. „Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben“, sagt Rilke in einem seiner großen Herbstgedichte und fasst für mich die Stimmung in Worte, die sich im Land und bei den Deportierten damals ausgebreitet haben muss. Machen wir uns klar: Die in Babylon waren vom Tempel in Jerusalem getrennt, der Tempel war zerstört. Da Gott den Seinen versprochen hatte, dass sie ihn ebendort im Tempel sicher finden würden, hieß das jetzt für sie: Wir sind nicht nur fern unserer Heimat und leben in Elend und Gefangenschaft, sondern wir sind damit zugleich fern von Gott und also verloren. Für die im Lande hieß das: Gott ist fort. Keine Möglichkeit mehr, ihm zu opfern, ihn zu loben, sich seiner zu versichern. Zugleich zur äußeren Katastrophe öffnete sich ein innerer Abgrund, und ihnen blieb nichts, als Verzweiflung. Die Welt war aus den Fugen – nichts blieb mehr, wie es einmal war.

Weit davon entfern, die Corona-Pandemie mit der babylonischen Eroberung Israels zu vergleichen, drängt sich mir, wenn ich die aktuellen Nachrichten wahrnehme, doch so etwas wie ein Déjà-vu auf. Krise, Krankheit, Katastrophe – das sind die Stichworte, die den Zustand unserer Welt zurzeit recht treffend benennen. Je länger der Lockdown aber dauert, und je lauter der Ruf nach Lockerungen der Corona bedingten Beschränkungen wird, desto deutlicher wird auch die Frage nach der Perspektive im Persönlichen, im Gesellschaftlichen und im Blick auf die Weltgemeinschaft der Völker und Staaten. Viel Ängstliches ist da zu hören, und mancherlei Resignation steht auf, aber auch Rücksichtslosigkeit und Unvernunft machen sich breit. Selten noch ist die Frage nach Gott zu hören, und auch unter gläubigen Menschen macht sich mitunter das Gefühl einer gewissen Gottesferne breit. Genau hier aber sprechen Jeremias Worte mich an, und seine Botschaft bleibt nicht nur eine Ermutigung in der Vergangenheit, sondern wird zur Perspektive für die Gegenwart. Was auch immer wir uns an Begründungen zurechtlegen mögen, welche Theorien auch immer zur Erklärung derzeitiger Verhältnisse herhalten müssen – Gott ist nicht fort, er ist nicht unerreichbar, nicht unzugänglich. Frieden, Zukunft, Hoffnung sind die Stichworte seiner Botschaft an die verzweifelten damals. Er legt sie heute auch uns ans Herz. Heute wissen wir, dass in Babylon die Grundlagen einer jüdischen Schriftgelehrsamkeit gelegt wurden, die dem jüdischen Volk geholfen hat, durch alle schrecklichen Stürme der Geschichte hindurch zu überleben. Wir wissen nicht, weshalb das so und nicht anders ging, Israel aber durfte erfahren, dass Gott treu ist. Er stiftet Frieden, eröffnet Zukunft, schenkt Hoffnung. So auch uns. Gott ist heute nicht mehr auf einen Tempel angewiesen, nein, er wünscht sich von uns ein offenes Herz und einen wachen Geist. So werden wir gleichsam zu Gottes Tempel, ER bekommt Raum in uns und ist nur ein Gebet weit von uns entfernt. Wohl allen, die sich Gott anvertrauen. Wohl allen, die sich dies zueigen machen und die mithelfen, dies auch zu verwirklichen im Miteinander und Füreinander. „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch Zukunft und Hoffnung gebe.“

Pastor Peter Kanehls


15.05.2020

Desiderata

Vielen ist sie schon einmal begegnet, die sog. Lebensregel von Baltimore, angeblich aus der Old Saint Paul’s Church von 1692. Heute wissen wir, dass Max Ehrmann, ein deutschstämmiger Amerikaner und Rechtsanwalt im Bundesstaat Indiana in den USA, in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dieses Gedicht verfasst hat. 1959 hat der Pastor der Old St. Paul’s Church diese Worte im Rahmen einer Sammlung seiner Gemeindebriefe veröffentlicht und so zur Popularität dieser auch „Desiderata“ genannten Dichtung beigetragen. Das Original ist in englischer Sprache geschrieben und vielfach übersetzt worden.

 

Ich lese dieses Gedicht heute für alle, die durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Umstände und Einschränkungen bedrückt, genervt oder erschöpft sind; für alle, die im Homeoffice arbeiten oder in Quarantäne festsitzen; für alle, die sich fragen, was man tun kann oder lassen sollte, und was noch gilt in dieser Zeit, da schon beinahe alles fragwürdig erscheint.

 

„Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast
und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bringen kann.

Vertrage Dich mit allen Menschen, möglichst ohne Dich ihnen auszuliefern.

Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre andern zu,
auch den Geistlosen und Unwissenden; denn auch sie haben Ihre Geschichte.

 

Meide laute und aggressive Menschen. Für den Geist sind sie eine Qual.

Wenn Du Dich mit andern vergleichst, könntest Du bitter werden
und Dir nichtig vorkommen, denn es wird immer Menschen geben
die größer oder geringer sind als Du.

Freue Dich Deiner Leistungen wie auch Deiner Pläne.

 

Bleibe weiter an Deinem eigenen Weg interessiert,
wie bescheiden er auch sei.

Im wechselnden Glück der Zeiten ist er ein echter Besitz.

In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten,
denn die Welt ist voller Betrug.

Doch soll das Dich nicht blind machen für vorhandene Rechtschaffenheit.

Viele Menschen bemühen sich, hohen Idealen zu folgen,
und überall ist das Leben voller Heldenmut.

 

Sei Du selbst. Vor allem heuchle nicht Zuneigung.
Und sei, was die Liebe anlangt, nicht zynisch.

Denn trotz aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch ewig wie das Gras.

 

Nimm freundlich und gelassen den Ratschluss der Jahre an
und gib mit Würde die Dinge der Jugend auf.

Stärke die Kraft des Geistes, damit er Dich bei unvorhergesehenem Unglück schütze.

Aber quäle Dich nicht mit Gedanken. Viele Ängste
kommen aus Ermüdung und Einsamkeit.

Neben einem gesunden Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir.

 

Lebe in Frieden mit Gott, wie auch immer Du IHN verstehst.

Was auch immer Dein Mühen und Dein Sehnen ist:
Halte in der lärmenden Wirrnis des Lebens mit Deiner Seele Frieden.

Trotz aller Falschheit, trotz aller Mühsal und all der zerbrochenen Träume
ist es dennoch eine schöne Welt.

 

Sei vorsichtig. Und strebe danach, glücklich zu sein.“

 

In diesem Sinne. – Bleiben Sie zuversichtlich!

Pastor Peter Kanehls


10.05.2020

Die beiden Schwestern

„Erstens kommt es anders, und zweites, als man denkt.“ – dieser Ausspruch meiner Großmutter fällt mir ein, wenn ich mir die Nachrichten der letzten Tage vor Augen führe. Täglich werden Lockerungen der Corona bedingten Einschränkungen angekündigt, nur um sie die dann gleich wieder zu kritisieren. Entscheidungs- und Bedenkenträger reichen sich die mediale Klinke in die Hand, preschen vor und rudern zurück. In die Vorfreude auf größere Spielräume wächst bei mir aber auch die Verunsicherung. Was gilt denn jetzt? Ab wann? Und wo? Und wie lange? Die einen nehmen es gelassen; andere verstehen die Welt nicht mehr. Die Schriftstellerin Mascha Kaléko schildert folgende Szene:

 

„In meinem Hause wohnen zwei Schwestern.

Fragt man die beiden, wie es denn geht?

Lächelt die eine: ‚Besser als gestern!’

Aber die andere seufzt voller Sorgen:

‚Besser als morgen, besser als morgen.’“  

 

Das kommt mir bekannt vor, und ich fühle mich verstanden. Es ist nämlich so, dass diese beiden Schwestern auch bei mir wohnen. Sie tragen die Namen Optimismus und Pessimismus. Je nach Tagesform ist mir die eine oder die andere Schwester näher – aber sympathisch ist mir die Erstgenannte. 

Das Leben gleicht einer Achterbahn: Mal geht’s aufwärts, Mal geht’s abwärts. Und wir mitten drin. Die Coronakrise lässt uns das einmal mehr spüren. Wir hoffen alle, dass wir bald wieder in die Normalität zurückkehrten können, was auch immer das im Einzelnen heißen mag. Für mich steht da an erster Stelle, dass wir uns wieder ungezwungen und ohne Furcht vor Infektionen begegnen können. Und dass wir in unseren Kirchen wieder Gottesdienste feiern dürfen, die diesen Namen verdienen. Denn Gott zu loben mit Mundschutz, ohne Gemeindegesang und auf Abstand im kleinen Kreis, das ist zwar nicht unmöglich, aber nicht gerade erhebend.

Die Bibel spricht von Schwierigkeiten, kennt Durststrecken und weiß um Widerstände. Was Menschen Schlimmes und Schreckliches erlebt haben – die Bibel weiß darum. Was mir gefällt ist weniger dies, dass die Katastrophen menschlichen Lebens nicht ausgeblendet werden, als vielmehr das, dass mir eine Perspektive geboten wird, und ich bei dem was mir Angst macht, nicht stehen bleiben muss. „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“, heißt es im Hebräerbrief. „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.“ (Hebr 10,35f.) So glauben ich immer noch, dass Gott diese Welt in seinen Händen hält und uns dazu. Ohne dieses Vertrauen müsste sich ein Abgrund auftun, der alles verschlingen würde. Nein, dieses Vertrauen werfe ich nicht weg, denn es trägt mich auch durch die Widerstände der Krise, und es hilft mir, meinen Blick zu weiten – nicht nur um mich selbst zu kreisen, sondern auch andere zu sehen.

Es lohnt sich, Gott zu vertrauen – denn er hat sich selbst uns anvertraut in Jesus Christus. Bei ihm können wir erfahren, was zum Leben hilft und uns gut tut. Mag sein, dazu gehört ein wenig Übung. Worte der Ermutigung, Gesten der Aufmerksamkeit, Nächstenliebe – aber auch dies: Sich vertraut zu machen mit dem Buch, das von Gott erzählt und uns hilft, ihn kennen- und mit ihm leben zu lernen.

Die beiden Schwestern gehören zur Familie. Wir sollten sie nicht gegeneinander ausspielen, sondern miteinander versöhnen, indem wir sie einladen, wozu der Hebräerbrief uns ermutigt: Sich Gott anzuvertrauen, zuversichtlich zu leben, und sich in Geduld zu üben in den mancherlei Herausforderungen des Alltags.

Bleiben Sie behütet und seien Sie gesegnet.

Pastor Peter Kanehls


03.05.2020

Ich brauche die Bibel

Schön, dass Sie unterwegs hier vorbeischauen!

Wir leben in verwirrenden Zeiten voller Sorgen, Widersprüchlichkeiten und Befürchtungen. Viele Menschen fragen sich, was uns denn Halt und Perspektive geben kann. Da fällt mir ein Zettel von Jörg Zink in die Hände. Jörg Zink, 2016 im Alter von 92 Jahren gestorben, war Theologe, Pastor und Publizist. Er ist den Älteren unter uns vielleicht vom Wort zum Sonntag in der ARD oder als Sprecher beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Erinnerung. Seit 1965 veröffentlichte er seine eigene Übersetzung des Neuen Testaments und arbeitete unermüdlich daran, christlichen Glauben so zur Sprache zu bringen, dass Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts Gott kennenlernen und seiner Liebe in Jesus Christus begegnen können. Der Zettel enthält folgende Worte:

 

„Es gibt Menschen, die die Bibel nicht brauchen.

Ich gehöre nicht zu ihnen.

Ich habe die Bibel nötig.

Ich brauche sie, um zu verstehen,

woher ich komme.

Ich brauche sie, um in dieser Welt

einen festen Boden unter den Füßen

und einen festen Halt zu haben.

Ich brauche sie, um zu wissen,

dass einer über mir ist

und mir etwas zu sagen hat.

Ich brauche sie, weil ich gemerkt habe,

dass wir Menschen in den entscheidenden Augenblicken

füreinander keinen Trost haben

und dass auch mein eigenes Herz

nur dort Trost findet.

Ich brauche sie, um zu wissen,

wohin die Reise mit mir gehen soll.“

 

Soweit Jörg Zink. Ich kann ihm darin gut folgen, denn es geht mir ähnlich. Ich brauche die Bibel und mache wieder einmal die Erfahrung, dass durch die Worte, Bilder und Geschichten hindurch Gott nahe ist. Dieser Tage lese ich das Markusevangelium. Es hat 16 Kapitel – wenn ich täglich eins lese, und sonntags zwei, dann bin ich in zwei Wochen einmal den Weg mit Jesus gegangen, von seiner Geburt an bis hin zu seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung am Ostermorgen – eine faszinierende Geschichte.

Ich brauche die Bibel, denn in ihr kann ich erkennen, wer der Gott ist, von dem wir in der Kirche reden. Ich brauche die Bibel und den, von dem sie erzählt – der mich ermutigt, tröstet, und mir Halt und Perspektive schenkt in dem Fragen nach dem Woher, Wohin, Warum, Wozu.

Ich brauche die Bibel, damit Gott für mich nicht nur ein Gedanke bleibt, sondern zu einer Erfahrung wird. Ich wünsche uns allen, dass täglich neu beim Lesen der Bibel aus dem alltäglichen Reden über Gott ganz bald ein vertrautes Reden mit Gott wird.

Bleiben Sie zuversichtlich und seien Sie gesegnet!

 

Pastor Peter Kanehls