Geistliche in Dänischenhagen
vor der Reformation:
Jacobus um 1327 (in einem Testament des Wulf von Pogwisch erwähnt)
Johannes um 1327
Hinrich (Hinricus) de Visbeke um 1336 (Pastor in Slabbenhagen, Domherr in Schleswig)
Herrmannus Bergh um 1403 (1404, 1411, 1419) rector ecclesiae in Slabbenhagen
Albertus de Magelsen um 1439 rector parochialis ecclesiae in Slabbenhagen
Theodoricus Herstede um 1444 Kirchherr zum Hagen
seit der Reformation: (in Klammern die Jahre des Dienstes in der Kirchengemeinde Dänischenhagen)
Johannes Krafftius um 1543
Johannes Ahasverus Josias von Hatten seit 1554
Johannes Lurius …, Cornelius …, Henricus …, Johannes Muserus …, Gerhardus Verdick … - Von diesen sind nurmehr die Namen bekannt.
Georgius Jacobi 1577-1606 (29)
Johannes Andreas Gerhardi 1606-1616 (10)
Jacobus Wigandus 1619-1644 (25) - aus Flensburg, seit 1600 Kantor in Husum und von 1605 Hofprediger bei dem Grafen Enno von Ostfriesland in Aurich, seit 1619 Pastor in Dänischenhagen
Johannes Witte 1645-1684 (39) - geb. 1615 in Prizwalk in Brandenburg
Joachim Witte 1684-1714 (30) - Sohn von Johannes Witte
Pastor Danehl 1714-1715 (Vakanzvetreter aus Kiel)
Andreas Ludwig Königsmann 1716-1725 (09) - geb. 12. Februar 1679 in Schleswig, 1706 Magister zu Frankfurt a. O., 29. Nov. 1708 außer- ord. Prof. der Philosophie in Kiel, 1713 Inspektor des Gymnasiums zu Osnabrück, seit 1716 Pastor in Dänischenhagen, 1725 Pastor an der Garnisonkirche in Kopenhagen, gest. 4. Juli 1729 - In einer Urkundensammlung heißt es: Bei seiner Introduction gab es Bedenklichkeiten da der General-Superintendent Dassovius nicht glaubte ihn mit gutem Gewissen introduciren zu können weil er in der Lehre nicht untadelig sey.
Boethius Matthiae 1726-1752 (26) - geb. 1688 in Hemgaarde, Gemeinde Emmerlev, nahe Tønder/Tondern im heutigen Dänemark. Seine Familie stammte aus der nordschleswigschen Marschregion.Sein Geburtsname lautet Boe Madsen (oder Boy Madsen), was im akademischen und kirchlichen Kontext jener Zeit zu Boethius Matthiae latinisiert wurde. Seine Amtszeit endete mit seinem Tod 1752. Eins seiner Kinder, Wolf Christian Matthiae (* 1734; † 1787), wurde später Pastor in Rendsburg.
Hinrich Ernst Crantz 1752-1781 (29) - geb. 1714, 1740 Diakon in Gettorf, seit 1752 Pastor in Dänischenhagen, emeritiert 1781, gest. 1785 in Eckernförde
Georg Hinrich Panitz 1781-1831 (50) - geb. 1749 in Hemme in Dithmarschen. Das Geburtsjahr 1749 teilt er mit seiner Frau Catharina Margaretha, geb. Stegern. Er ist 1776 Diakon in Gettorf. Die dänische Volkszählung von 1803 verzeichnet zwei Töchter: Dor. Frieder. Cath. Henrietta 14 Jahre und Anna Margaretha Wilhelmina 17 Jahre, seit 1781 Pastor in Dänischenhagen. Am 14. März 1826, zu seinem 50. Ordinationsjubiläum, wurde er auch Konsistorialrat und war als solcher an der Leitung der Landeskirche beteiligt. Er starb am 23. August 1831. In der Leichenrede anlässlich seines Begräbnisses wird erwähnt, dass er einige Schriften zu heimatkundlichen und literarischen Themen verfasste, zum Teil unter dem Pseudonym Theodor Ernst. So gab er u. a. gemeinsam mit Claus Rixen, Lehrer in Klausdorf im Gut Knoop (heute Altenholz) 1792/93 den „Volksfreund“ heraus, eine Anthologie oder „Lesebuch für den Bürger und Landmann“.
Heinrich Rundt 1831-1832 (Vakanzvetreter aus Friedrichsort) von 1814 bis 1835 Pastor in Friedrichsort, betreute dort die Garnisonsgemeinde. In den Jahren 1831–1832 übernahm Heinrich Rundt zusätzlich die Vakanzvertretung für Dänischenhagen. Damals gehörten die Zivilisten der Region Friedrichsort mangels eigener Zivilgemeinde offiziell zum Kirchspiel Dänischenhagen (s. u.).
Friedrich Franz Hasselmann 1832-1870 (38) - geboren in Reinfeld, seit 1825 Pastor in Vollerwiek (Eiderstedt)
Otto Ludwig Friedrich August Gleiß 1868-1871 (4) (ordentlicher Prädikant) - geb. 19.12.1841 in Glückstadt als Sohn eines Pastors - sein Vater war dort Anstaltsgeistlicher - studierte er 1862-1868 Theologie in Kiel und wurde 1869 ordiniert. Er war zunächst als Prädikant in Dänischenhagen tätig, unterstützte Pastor Hasselmann (s. o.) in der Spätphase seiner Amtszeit und überbrückte die Vakanz bis zur Einführung des Nachfolgers. Als Pastor der Schleswig-Holsteinischen Landeskirche wirkte er ab 1872 in Westerland auf Sylt, ab 1879 in Hamberge, ab 1888 in Jevenstedt. Neben seiner seelsorgerlichen Arbeit wurde er als Übersetzer theologischer und literarischer Schriften aus dem Norwegischen, Schwedischen, Dänischen und Französischen bekannt. Seine Übersetzung von Søren Kierkegaards „Entweder – Oder“ (1885) machte den dänischen Philosophen größeren Kreisen in Deutschland zugänglich. Am 15.09.1906 starb er im Alter von 64 Jahren in Jevenstedt.
Johann Jürgen Friedrich Meyer 1871-1894 (23)
Otto Heinrich Friedrich Daniel Mirow 1894-1925 (31) - geb. 3.09.1858 in Ratzeburg, 1864-1878 Schüler in Ratzeburg (Abitur an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg), seit 1879 Theologiestudium in Rostock, Leipzig, Heidelberg und Kiel, 1883-1894 Hilfsprediger und Provinzialvikal in Schleswig-Holstein, 1894-1925 Pastor in Dänischenhagen, emeritiert 1.10.1925, gest. 26.03.1951(!) in Kiel
Karl Wilhelm Olsen 1925-1934 (09) - geb. 2. Oktober 1892 in Tondern, ordiniert 21. Dezember 1924 in Flensburg, Provinzialvikar in Adelby, ab Juni 1925 Hilfsgeistlicher in Flensburg, ab 25. Oktober 1925 Pastor in Dänischenhagen, 15. April 1934 – 01. April 1958 Pastor in Neumünster, emeritiert 01. April 1958, gest. 15. Juni 1983
Erich Harder 1934-1945 (11) - geb. 09. August 1900 in Glückstadt, ordiniert 30. Mai 1926 in Rendsburg, ab 1926 Provinzialvikar in Bad Segeberg, ab 1927 Provinzialvikar in Risum, ab 1928 Provinzialvikar in Sülfeld, ab 12. Oktober 1930 Pastor in Aventoft, 17. Juni 1934 – 01. Dezember 1945 Pastor in Dänischenhagen, emeritiert 1. Juni 1951, gest. 26. September 1986
Kurt August Eduard Priebe 1945-1971 (26) - geb. 12. August 1907 in Neu-Kuddezow/ Pommern, ordiniert 28.09.1937 in Stettin, dann Hilfsprediger in Goldbeck, Kreis Köslin, ab 1. Dezember 1945 – 31. Dezember 1971 Pastor in Dänischenhagen, emeritiert 1. Januar 1972, gest. 2. Oktober 1972 in Dänischenhagen.
Helmut Otto Klaus Krüger 1972-2004 (32), geb. 11.06.1941, Ordination 30.04.1972, 1.05.1973 - 1.07.2004 Pastor in Dänischenhagen, emeritiert 1.07.2004
Peter Kanehls geb. 19.08.1961 in Lübeck, 1990-1992 Vikar in Gettorf, ordiniert 13. Dezember 1992 in St. Katharinen in Hamburg, 1992-1997 Pastor in Hamburg-Marmstorf, 1997-2005 Pastor in Hohenlockstedt, seit 1. März 2005 Pastor in Dänischenhagen
1961 wurde in Schilksee und Strande ein zweiter Pfarrbezirk errichtet und mit einer Pfarrstelle versehen. Der Bezirk Schilksee-Strande (Dänischenhagen II) bestand bis 2007 und wurde dann in eine selbständige Kirchengemeinde überführt. Die Pfarrpersonen für den Bezirk resp. die aus ihm hervorgegangene Gemeinde waren:
Helmut Jegodzinski 1961-1989 (28), geb. 5.08.1931 in Schleswig, Ordination 29.10.1960, 1960-1989 Pastor in Dänischenhagen II, emeritiert 1.09.1989, gest. 27.06.2018 in Preetz
Elisabeth Fahrenholtz 1990-2005 (15), geb. 16.12.1960, Ordination 16.12.1990, 1990-2005 Pastorin in Dänischenhagen II, 1.02.2005 Pastorin in Lübeck
Theo von Fleischbein 1993-2001 (8), geb. 2.04.1957, Ordination 17.12.1989, 1993-2001 Pastor in Dänischenhagen II, 1.09.2001 Pastor in Wanderup,
Matthias Alpen 2005-2007 (2), geb. 2.08.1966, Studium in Neuendettelsau, Heidelberg, Oslo, Kiel, Ordination am 2.12.2001, 2001-2003 Vertretungspastor in Norwegen, 2003-2005 Vikar in Flintbek, 2005-2007 Pastor in Dänischenhagen II, seit 1.10.2007 Pastor in Lügumkloster/ Dänemark, seit 2013 zusätzlich Senior der Nordschleswigschen Gemeinde (Leitungsamt)
Peter Scharfenberg 2007- 2021 (14), geb. 7.10.1961, Ordination 30.05.1999, 1999-2007 Landesjugendpastor am Koppelsberg in Plön, 2007-2021 Pastor in Schilksee-Strande, seither übergemeindlich tätig, u.a. in der Kirchengemeinden Felde und Wetsensee.
Harry Meyer 2008-2016 (8), geb. 13.01.1951, Ordination 18.11.1979, 1979-1984 Pastor in Barmstedt, 1985-1992 Leiter des Diakonischen Werks in Kiel, 1.08.1992 Pastor in Lübeck, 1.02.2008 Pastor in Eckernförde, zugleich Vakanzvertreter (in Schilksee-Strande) im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, emeritiert 20.04.2016
Im 20. Jh. gab es zeitweilig sogar drei Dänischenhagener Pfarrstellen, zuständig für Dänischenhagen, Schilksee und Strande, Altenholz- Klausdorf, Friedrichsort und Holtenau (Dänischenhagen I., II. und III.).
Schilksee-Strande gehörte kirchlich zu Dänischenhagen, war 2007-2023 eine eigenständige Kirchengemeinde. 2024 fusionierte Sie mit den Kirchengemeinden Altenholz, Pries-Friedrichsort und Holtenau zur Ev.-Luth. Kompass-Kirchengemeinde.
Altenholz (so seit 1933, früher Klausdorf), gehörte kirchlich zu Dänischenhagen. Altenholz-Stift gehörte kirchlich bis 1967 zu Holtenau, und bildete bis 2023 zusammen mit Altenholz-Klausdorf die Kirchengemeinde Altenholz.
Die Festung Friedrichsort wurde lange Zeit von Militärpfarrern betreut. Die Zivilbevölkerung wurde bis 1907 seelsorgerlich von Dänischenhagen begleitet. 1907-1936 war Friedrichsort selbständige Kirchengemeinde, wurde 1936-1947 ein Pfarrbezirk von Dänischenhagen und war 1947 bis 2023 wiederum selbständige Kirchengemeinde
Pries war bis 1955 Bestandteil der Kirchengemeinde Dänischenhagen und fusionierte dann mit Friedrichsort.
Holtenau war bis 1893 Bestandteil der Kirchengemeinde Dänischenhagen und war bis 2023 selbständig.
In dem der Kirchengemeinde Dänischenhagen zugeordneten Bezirk waren als Pastoren tätig:
Carl Sigmund Alfred Lensch 1908-1923 (15) - geb. 06. September 1877 in Witzwort, ordiniert 23. Oktober 1904 in Schleswig, ab 1904 Provinzialvikar in Kappeln, ab 01. Juli 1905 Hilfsgeistlicher in Dänischenhagen, ab 09. September 1908 Pastor in Dänischenhagen, ab 01. Juli 1923 – 01. Oktober 1947 Pastor in Borsfleth, emeritiert 01. Oktober 1947, bis zu seinem Tod am 03. November 1951 kommissarischer Pastor mit Dienstauftrag in Borsfleth
Max Hinrich Osbahr 1926-1951 (25) - geb. 02. November 1891 in Wittenberge, ordiniert 21. September 1919 in Kiel, Provinzialvikar in Bad Segeberg, ab Mai 1921 Provinzialvikar in Altengörs, Provinzialvikar in Großenwiehe, ab 29. Januar 1922 Pastor in Großenwiehe, 22. August 1926 – 01. April 1951 Pastor in Dänischenhagen, emeritiert 01. April 1951, gest. in Kiel

